ⓘ Geographie

Geographie

Die Geographie oder Geografie schreiben) oder Erdkunde ist die sich mit der Erdoberfläche befassende Wissenschaft, sowohl in ihrer physischen Beschaffenheit wie auch als Raum und Ort des menschlichen Lebens und Handelns. Sie bewegt sich dabei an der Schnittstelle zwischen den Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften. Gegenstand der Geographie ist die Erfassung, Beschreibung und Erklärung der Strukturen, Prozesse und Wechselwirkungen in der Geosphäre. Die physikalische, chemische und biologische Erforschung ihrer Einzelerscheinungen ist jedoch Gegenstand anderer Geowissenschaften.

Effektive Seelänge

Die effektive Länge eines Sees ist die längeste gerade Verbindung, also Strecke, zwischen zwei erst durch sie festgelegten Uferpunkten, die nur über die Wasserfläche führt, also keine Inseln oder Halbinseln schneidet. Die längste im rechten Winkel dazu gelegene Strecke, die ebenfalls zwei Uferpunkte verbindet, ohne zwischendurch über Land zu führen, wird effektive Breite genannt. Beide dienen als Anhalt dafür, wie stark das Wasser des Sees von Winden bewegt werden kann. Bei schmalen und gekrümmten oder stark gegliederten Seen kann die effektive Länge deutlich geringer sein als die bei solc ...

Geographische Analytik

Geographische Analytik oder Geographic Analytics ist ein analytischer Ansatz des strategischen Managements und der Datenanalytik, um geographische Entscheidungen effizient treffen zu können, wie zum Beispiel die Standortwahl eines neuen Lagers oder die Festlegung einer Marketingkampagne auf eine bestimmte Region. Hierbei werden Daten, Informationen und Rahmenbedingungen auf Landkarten visualisiert, um hieraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Im Vergleich zu Geografischen Informationssystemen GIS, welche vor Allem auf die Repräsentation von Information auf Landkarten abzielen deskriptive A ...

Geotourismus

Für die meisten Nutzer des Begriffs bezeichnet Geotourismus einen Teilbereich des Tourismus, bei dem es vor allem um den Besuch geologisch bedeutender Orte geht. Es handelt sich also um ein Segment des Tourismus, das durch die Art des aufgesuchten Ziels – Elemente der Lithosphäre als touristische Attraktion – bzw. durch das spezifische Interesse oder die Motivation der Touristen bestimmt ist. In der Literatur gibt es daneben noch andere Auffassungen zu dem Begriff, die in der Vergangenheit gelegentlich zu Verwirrung geführt haben. Ziel für Betreiber von Einrichtungen des Geotourismus ist e ...

Hohe Breiten

Hohe Breiten bezeichnet auf der Erdgestalt das nördliche Drittel der Nordhemisphäre, beziehungsweise das südliche Drittel der Südhemisphäre Es ist in der Geographie ein unterschiedlich definierter Begriff: Nach der Klimatologie wird die Bezeichnung synonym für die Polargebiete verwendet. In der Ökologie werden hingegen auch die boreale Nadelwälder Taiga hinzugerechnet, so dass die Hohen Breiten hier die polare/subpolare- und boreale Ökozone umfassen siehe auch: Karte der Ökozonen. Geomathematisch betrachtet liegt diese Zone zwischen den Polen und Polarkreisen 66.5° N/S der Erde. Der Begrif ...

Horizontüberhöhung

Als Horizontüberhöhung wird ein in der Mikroklimatologie, Kartographie, Meteorologie und Geographie wichtige Bezugsgröße der von einem Punkt sichtbaren Bereichs des Himmels bezeichnet. Er kann mathematisch als dimensionsloser Parameter zwischen 0 und 1 angegeben werden. Hierbei ergibt eine Ebene den Wert 1, die komplette obere Himmelshälfte ist sichtbar. In engen Tälern ist nur ein Teil des Himmels sichtbar, der Faktor ist somit kleiner 1.

Internationale Geografie-Olympiade

Die Internationale Geographie-Olympiade ist ein internationaler Schülerwettbewerb für 16- bis 19-Jährige. Die Schüler, die ihr jeweiliges Land im Wettkampf vertreten, haben an vorausgegangenen nationalen Geographie-Olympiaden oder vergleichbaren Vorausscheidungen besonders erfolgreich teilgenommen. iGeo testet das Können der Teilnehmer im Bezug auf räumliche Muster und Prozesse. Der Test besteht aus drei Teilen: einer schriftlichen Prüfung, einem multimedialen Test sowie einer umfangreichen geographischen Feldarbeit, die eine gute Beobachtungs- bzw. Auffassungsgabe erfordert, sodass nach e ...

MaSstabsebene

Maßstabsebene bezeichnet eine Festlegung für die Betrachtung eines Ausschnittes der Erdoberfläche nach einer relativen Raumgröße. Begriffe wie "lokal", "zonal" oder "global" bezeichnen eine jeweilige Maßstabsebene. Sie soll eine vergleichende Vorstellung ermöglichen und dient der Kommunikation in den verschiedenen Fachbereichen der Geographie – insbesondere in der politischen Geographie, aber auch in der Ökologie. Die Abgrenzung ist meist unscharf und relativ auf die verwendeten Ebenen bezogen. So ist eine gedankliche Einsortierung nach Flächengrößen nur dann möglich, wenn es sich um eine ...

Morphometrie

Morphometrie befasst sich mit der Charakterisierung der Form von Objekten durch quantifizierbare Maßzahlen. Der Begriff findet sich als Fachwort in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, in denen der Terminus "Morphologie", also die Lehre von Form und Gestalt, eine Rolle spielt. Die Morphometrie beinhaltet dabei die Ausmessung dieser Form und Gestalt.

Place Identity

Place Identity oder place-identity ist ein Konzept, das sowohl in der integrativen Geographie, in der Psychologie als auch in den Sozialwissenschaften Beachtung findet. Hierbei wird der Fokus auf die Bedeutung eines geographischen begrenzten Raumes auf die darin lebenden Menschen gelegt. Der Place Identity wird seit den beginnenden 1960er Jahren zunehmend Beachtung in der Forschung geschenkt.

Rettungspunkt

Rettungspunkte sind definierte Anfahrtsstellen für Rettungsfahrzeuge. Sie sollen in Notfällen Rettungsfahrzeuge schneller an den richtigen Ort leiten. Gekennzeichnet sind sie mit Schildern, auf denen ein Referenzcode angegeben ist, oft ebenfalls die Euronotrufnummer 112.

Sohlgefälle

Sohlgefälle ist das Gefälle der Gewässer- oder Talsohlen entlang des gesamten Fließgewässerverlaufs oder eines Teilabschnitts. Die Berechnung findet statt, indem der Höhenunterschied zwischen Quelle und Mündung bzw. Anfang und Ende des Teilabschnitts durch die Flusslauflänge dividiert wird. Üblicherweise wird der Wert dann in Promille oder Prozent umgerechnet. Quellhöhe − Mündungshöhe Flusslauflänge ⋅ 100 % {\displaystyle {\frac \cdot 100\%} Auch bei Aquädukten oder beim Bau von Abwasser- oder Bewässerungskanälen ist ein ausreichendes Sohlgefälle notwendig, um einen ausreichenden Volumenst ...

Vorzeitformen

Vorzeitformen sind geomorphologische Reliefformen und Sedimente die unter einem frühzeitlichen Klima entstanden sind. Als typisches Beispiel für Vorzeitformen in Deutschland können intensive Verwitterungsdecken genannt werden, die unter einem wärmeren und feuchteren tropischen Klima im Tertiär gebildet wurden. Die prähistorischen Sedimente und Strukturen dienen somit auch als Klimaarchiv um zurückliegende Klimaveränderungen nachzuweisen. Eine weitere Unterteilung in reliktische und fossile Vorzeitformen ist möglich. Reliktische Formen sind durch eine aktuelle Verwitterungsdynamik bereits s ...

Zentrum-Peripherie-Modell

Beim Zentrum-Peripherie-Modell handelt es sich um ein theoretisches Modell, das den Zusammenhang zwischen Zentren, in der Regel Städte, und Peripherien, also eher ländlichen Gegenden, aufzeigt.

Mittlere Breiten

Die gemäßigte Zone ist auf beiden Erdhalbkugeln jeweils die Klimazone, die zwischen den Subtropen und der kalten Zone liegt. Man spricht auch von den gemäßigten Breiten oder dem gemäßigten Klima. Geomathematisch entspricht der Begriff mittlere Breiten zwischen den jeweiligen Wendekreisen auf 23° 27′ nördliche und südliche Breite und Polarkreisen auf 66.5° N/S – der Begriff wird analog übertragen so auch in der Planetologie für andere Himmelskörper verwendet. Die gemäßigte Zone wird unterteilt in die kühlgemäßigte nemorale Zone und die kaltgemäßigte boreale Zone. In einigen Publikationen is ...

Niedrige Breiten

Die Tropen sind einer gängigen Definition zufolge das Gebiet zwischen den Wendekreisen, also zwischen je 23.5° nördlicher und südlicher Breite. Es gibt auch andere Definitionen, die sich beispielsweise nach dem Luftdruck oder Jahresmitteltemperaturen richten. Gemäß einer früheren, immer noch gängigen, Einteilung der Erde in physische Klimazonen sind die Tropen die heißeste Klimazone der Erde. Je nachdem, wie humid das jeweilige Tropengebiet ist, lässt es sich in fünf Vegetationszonen einteilen, die vom Tropischen Regenwald bis zur Wüste reichen.

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